23.12
E leeri nacht im winter, ich gange chli uf d gass
Schnee hets no käne, es isch näblig chalt und nass
S’isch wider mal friitig und morn scho wiehnacht
Aber ich ha noni luscht zum fiire, öppis fehlt mir no
I de bar und am fluss, goht’s allne öppe gliich
Uf de suechi nach chli gsellschaft, trinkeds für sich
Morn goht de ganz trubel los, und alli sind versorgt
Aber hüt z’obe isch nüt, darum simmer da
Am tischli im egge det sitzt sie für sich
Si chunnt us de gägend, ha sie ä scho mal gseh
Irgendwänn schtoht si uuf mir lueged eus aa
Ich nime no letschte en schluck und tuene so als müesst i ga
Es isch de 23igscht dezämber di dunkelscht nacht vom jahr
A de bushalteschtell frögt si, öbi möcht zu ihre cho?
Es lächle uf de lippe, ich säge sofort jo
Und mir fahred ime leere bus schwigend über d’brugg
Is nachberdorf
I ihrem zimmer bränned cherze, en huch vo bienewachs i de luft
Mir ligged da und küssed eus, irritiert ab dem neue duft
Hebed eus wi främdi wos gschiider würded lah
Aber gliich tuets guet hüt znacht irgendöpper bi sich zha
Es isch de 23igscht dezämber di längschti nacht vom jahr
D’schtunde vergönd und umenes haar
Sind mir hüt znacht es liebespaar
Umenes haar
Dusse wirds hell, wo si flüschteret “sötsch gah”
Si bringt mi zur türe, mir bliibed no chli schtah
Kä schüchi umarmig, käs verspräche – “ich
Lüüt der a”
Ich fahre über brugg a dem erschte wiehnachtstag
Und dänke zrugg a geschter und wünsch mer es nächschts mal
Mir händ eus nüt versproche aber irgendwie isch’s klar
De 23igscht dezämber, wird eusi nacht vom jahr
23.12
É uma noite de inverno, eu ando um pouco pela rua
Ainda tem neve, tá nublado, frio e molhado
É mais uma sexta-feira e amanhã já é Natal
Mas eu ainda não tô a fim de comemorar, falta algo pra mim
No bar e à beira do rio, tá todo mundo na mesma
Procurando um pouco de companhia, bebendo sozinho
Amanhã começa toda a agitação, e todo mundo tá preparado
Mas hoje à noite não tem nada, por isso estamos aqui
Na mesinha no canto, ela tá sentada sozinha
Ela vem da redondeza, já a vi antes
Em algum momento ela se levanta e nos olha
Eu tomo o último gole e finjo que preciso ir
É 23 de dezembro, a noite mais escura do ano
Na parada de ônibus, ela pergunta se eu quero ir com ela
Um sorriso nos lábios, eu digo que sim na hora
E a gente pega um ônibus vazio, em silêncio, pela ponte
Pro outro lado da cidade
No quarto dela, velas acesas, um cheiro de cera de abelha no ar
A gente deita e se beija, confusos com o novo aroma
Nos sentimos como estranhos, mas logo vai ficar bom
Hoje à noite, de algum jeito, estamos juntos
É 23 de dezembro, a noite mais longa do ano
As horas passam e em algum momento
Estamos juntos, um casal apaixonado
Em algum momento
Fora já tá claro, quando ela sussurra “vamos embora”
Ela me leva até a porta, a gente fica só mais um pouco
Sem promessas, sem abraços – “eu
Deixo isso pra você”
Eu atravesso a ponte no primeiro dia de Natal
E penso no dia de ontem, desejando que da próxima vez
A gente não prometeu nada, mas de algum jeito tá claro
Que 23 de dezembro vai ser nossa noite do ano