Tradução gerada automaticamente

Langeweile
Hannes Wader
Langeweile
Ich wachte morgens auf,
es war ein Donnerstag gegen halb zehn.
Frisch gewaschen, rasiert, gekämmt usw.,
bereit auf die Straße zu gehn,
sah ich noch schnell aus dem Fenster
und da war mir eigentlich klar,
dass dieser Tag von vorn herein schon total im Eimer war.
Kein Regen, kein Schnee, keine Sonne, kein Wind,
alles grau, schwül und stickig,
die Fensterscheiben staubblind.
Eine Stadt, in der alles stinkt,
wo alles spuckt und kracht und raucht.
Eine Stadt, deren Namen man nicht zu kennen und die man nie gesehen zu haben braucht.
Langeweile, ist ausgebrochen in der Stadt,
kommt angekrochen und sie hat keine Eile.
Ich beschloss dann doch gegenüber in den kleinen Laden zu gehn,
um billig, aber gut, ein Tässchen Kaffee zu trinken im Stehn.
Ein Schaufenster mit Fernsehern drin liegt auch gleich nebenan,
wo man das Programm zwar sehr gut sehen, aber den Ton nicht hören kann.
Ein Politiker auf dem Bildschirm sprach, klappte den Mund auf und zu.
Der Mann neben mir verstand kein Wort und glotzte aufs Bild wie ne Kuh.
Ein andrer bekam einen Lachkrampf, im Gesicht schon ganz rot und schweißnass,
ein Taubstummer, der dem Politiker jedes Wort von den Lippen las.
Eine Straße weiter an der Haltestelle sah ich die Nachbarstochter stehn,
so um die 40, aber sehr reif für ihr Alter und nicht gerade schön.
Ich fragte: Wie ist das wehrte Befinden, zu Hause alles gesund und froh?
Sie meinte, ich soll nicht mit Ihnen sprechen, mein Vater will das so.
Ich sagte, hör ruhig auf deinen Vater, das ist ein sehr kluger Mann,
Ich bin ein Strolch, das hat er erkannt, keine Angst, dich fass ich nicht an.
Geh schön nach Hause zu deinen Papi, sag, ich hätte dich geschickt.
Sag ihm, sobald er sich blicken lässt wird er von mir gefragt, ob er nicht auch mal jung gewesen ist.
Langeweile, ist ausgebrochen in der Stadt,
kommt angekrochen und sie hat keine Eile.
Ich ging durch den Fußgängertunnel zum Konrad-Kennedy-Platz,
kam raus aus dem Tunnel und schon war ich wieder drin mit einem Satz.
Plötzlich überall Leute, die rannten und weinten und schrien, ich weiß nicht mehr was,
berittene Polizisten dazwischen mit Knüppeln und Tränengas.
Von hinten gestoßen rannte ich auch, immer die Angst im Genick,
und rettete mich mit ein paar Andern in das Tor irgendeiner Fabrik,
wir ruhten uns aus, es war gerade kein Polizist in der Nähe,
bloß kam jetzt der Pförtner aus seinem Kasten mit ner Krücke auf uns los.
Dieser Pförtner, Kriegsinvalide, hatte nur noch einen Arm, ein Bein, ein Auge, ein Ohr und einen Platikdarm,
und während ihm aus dem rechten Ärmel ein krummer Eisenhaken stand,
besaß er dafür auf der linken Seite sechs Finger an der Hand.
Er brabbelte was von verrecken, vergasen, den ganzen Stuss,
die Scheiße, die sich unsereiner seit Jahren immer wieder anhören muss.
Und während er noch tobte stand hinter ihm plötzlich ein Bulle, der den Knüppel schwang,
der schlug zu, dass die silberne Schädelplatte als sie barst, wie die Freiheitsglocke klang.
Langeweile, ist ausgebrochen in der Stadt,
kommt angekrochen und sie hat keine Eile.
Ich floh in den Stadtpark, setzte mich und wischte mir erstmal den Schweiß,
und da saß einer mit ner Gitarre und spielte: "Don't think twice"
Ein dicker Mann, der gutmütig wie ein satter Bernhardiner aussah,
hörte ihm zu und ich döste ein, weil hier alles so friedlich war.
Ich träumte, dass ich Bob Dylan fragte, was er von meinen Liedern hält,
und obwohl er sich erst wandt wie ein Aal hätte er mir vielleicht was erzählt,
aber da war plötzlich der Parkwächter da und weckte mich ziemlich roh.
Meine Frage wird wohl nie beantwortet werden, ist vielleicht auch besser so.
Ich döste noch vor mich hin, hatte die Idee und dann wusste ich wie ich sämtliche Kriege auf der Stelle beenden kann,
und ich hätte auch alles getan, doch zu meiner Schande muss ich gestehn, dass ich alles vergaß, weil ich Zahnschmerzen bekam und da helfen mir keine Ideen.
Ich rannte mit dem Kopf gegen einen Baum, halb wahnsinnig vor Schmerz,
ich besoff mich und betäubte den Zahn, mein Hirn, meine Seele, mein Herz,
schlich wieder weiter durch die Straßen, die Füße wurden mir schwer.
Es war dunkel geworden, der Tag zu Ende, und ich wusste von gar nichts mehr.
Langeweile, ist ausgebrochen in der Stadt,
kommt angekrochen und sie hat keine Eile.
Ich tastete mich langsam an den Häuserwänden entlang,
und stand dann vor einer Art Puff mit Wein und Krawattenzwang.
Ein Besoffener tauschte meine Zigaretten gegen seine Krawatte ein.
Ich band sie um, bezahlte Eintritt und ging voller Erwartung rein.
Die Striteasetänzerin hüpfte über die Bühne wie ein Schrat,
und ich wunderte, dass sie dabei nicht auf ihren Busen trat,
und ich beschwerte mich und der Kellner meinte, dass sie schön ist behaupten wir ja nicht, dafür liegt ihr Intelligenzquotient bei 190 und darauf legt man heute wieder viel mehr Gewicht.
Ich kam nach Hause als draußen ein dreckiger, warmer Regen fiel,
wieder ein Tag kaputt, ohne Freude, ohne Sinn, ohne Ziel,
und bis alles so läuft, wie ich's haben will werden sicher noch Jahre vergehn,
aber ich gebe die Hoffnung nicht auf mal bessere Tage zu sehn.
Ich denke, ich werde irgendwann noch vernünftige Dinge tun,
zum Beispiel meinen Samen auf die Spermenbank tragen ab nun,
und nicht sterben bis jedes Kind , das du auf der Straße siehst,
von meinem Blut und nach meinem Bilde angefertigt ist.
Übrigens habe ich neulich noch eine Wahrsagerin befragt,
wie's denn mit meinem Ende stünde und darauf hat sie gesagt, ich dürfte als ur-uralter Greis, Haar und Bart greisgrau, in meiner Badewanne sterben, in den Armen einer schönen Frau.
Langeweile, ist ausgebrochen in der Stadt,
kommt angekrochen und sie hat keine Eile.
Tédio
Acordei de manhã,
era uma quinta-feira quase dez horas.
Lavado, barbeado, penteado e tudo mais,
pronto pra sair pra rua,
dei uma olhada rápida pela janela
e percebi que, na verdade,
este dia já começou totalmente sem graça.
Sem chuva, sem neve, sem sol, sem vento,
tudo cinza, abafado e sufocante,
as janelas embaçadas de poeira.
Uma cidade onde tudo fede,
onde tudo cospe, estoura e fumaça.
Uma cidade cujo nome você não precisa conhecer e que nunca viu.
Tédio, se espalhou pela cidade,
vem rastejando e não tem pressa.
Decidi então ir na loja pequena do outro lado da rua,
para tomar um café barato, mas bom, em pé.
Uma vitrine com televisores logo ao lado,
de onde dá pra ver o programa muito bem, mas não ouvir nada.
Um político na tela falava, abria e fechava a boca.
O cara ao meu lado não entendeu nada e ficou olhando pra tela como uma vaca.
Outro teve um ataque de riso, com o rosto já todo vermelho e suado,
um surdo-mudo que lia os lábios do político.
Uma rua adiante, na parada, vi a filha da vizinha parada,
tinha uns 40 anos, mas bem madura pra idade e não era bonita.
Perguntei: Como você está, tudo bem em casa?
Ela disse que eu não deveria falar com eles, que o pai não queria.
Eu disse: escuta seu pai, ele é um cara muito esperto,
eu sou um vagabundo, ele percebeu, não se preocupe, não vou te tocar.
Volte pra casa com seu pai, diga que eu te mandei.
Diga a ele que assim que ele aparecer, eu vou perguntar se ele também não foi jovem um dia.
Tédio, se espalhou pela cidade,
vem rastejando e não tem pressa.
Fui pelo túnel de pedestres até a Praça Konrad-Kennedy,
sai do túnel e já estava de volta com um salto.
De repente, pessoas correndo, chorando e gritando, não sei mais o que,
policiais montados no meio com cassetetes e gás lacrimogêneo.
Empurrado por trás, eu também corri, sempre com medo no pescoço,
e me refugiei com alguns outros em qualquer portão de uma fábrica,
nos recuperamos, não havia policial por perto,
mas o porteiro saiu de sua cabine com uma muleta em nossa direção.
Esse porteiro, veterano de guerra, tinha apenas um braço, uma perna, um olho, uma orelha e um intestino de plástico,
e enquanto um gancho de ferro saía de sua manga direita,
na mão esquerda ele tinha seis dedos.
Ele falava algo sobre morrer, ser envenenado, toda essa besteira,
a merda que a gente tem que ouvir há anos.
E enquanto ele ainda estava gritando, de repente apareceu um policial atrás dele, balançando o bastão,
e ele bateu de tal forma que a placa de prata do crânio, ao se quebrar, soou como o sino da liberdade.
Tédio, se espalhou pela cidade,
vem rastejando e não tem pressa.
Fugi para o parque, sentei e enxuguei o suor,
e lá estava um cara com uma guitarra tocando: "Don't think twice"
Um homem gordo, que parecia um São Bernardo satisfeito,
ouvia e eu acabei cochilando, porque tudo estava tão tranquilo.
Sonhei que perguntava a Bob Dylan o que ele achava das minhas músicas,
e embora ele se virasse como uma enguia, talvez ele me contasse algo,
mas de repente o guarda do parque apareceu e me acordou de forma rude.
Minha pergunta provavelmente nunca será respondida, talvez seja melhor assim.
Eu ainda cochilava, tive uma ideia e então soube como acabar com todas as guerras de uma vez,
e eu teria feito tudo, mas para minha vergonha, tenho que confessar que esqueci tudo, porque comecei a sentir dor de dente e nenhuma ideia me ajudava.
Corri com a cabeça contra uma árvore, meio louco de dor,
me embriaguei e anestesiei o dente, meu cérebro, minha alma, meu coração,
continuei vagando pelas ruas, meus pés estavam pesados.
Já estava escuro, o dia tinha acabado, e eu não sabia de mais nada.
Tédio, se espalhou pela cidade,
vem rastejando e não tem pressa.
Fui me arrastando pelas paredes das casas,
e parei em frente a uma espécie de bordel com vinho e obrigatoriedade de gravata.
Um bêbado trocou meus cigarros pela gravata dele.
Eu a coloquei, paguei a entrada e entrei cheio de expectativa.
A dançarina de striptease pulava no palco como um bicho,
e eu me perguntava como ela não pisava nos seios,
e eu reclamei e o garçom disse que ela não era feia, mas que seu QI era 190 e isso hoje em dia conta muito mais.
Cheguei em casa quando lá fora caía uma chuva suja e quente,
mais um dia perdido, sem alegria, sem sentido, sem objetivo,
e até tudo funcionar como eu quero, ainda vão passar anos,
mas não perco a esperança de ver dias melhores.
Acho que um dia ainda vou fazer coisas sensatas,
por exemplo, levar meu sêmen para o banco de esperma a partir de agora,
e não vou morrer até que toda criança que você vê na rua,
seja feita do meu sangue e à minha imagem.
Aliás, recentemente perguntei a uma cartomante,
como seria meu fim e ela disse que eu morreria como um velho muito velho,
cabelo e barba grisalhos, na minha banheira, nos braços de uma mulher bonita.
Tédio, se espalhou pela cidade,
vem rastejando e não tem pressa.



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