Ballade auf den Tod
Ellende
Verspricht das Ende
Einen Anfang voller Lügen?
Setzt sich der Weise
In die Schattenwelt
Verspricht ein Land, wo Honig fließt
Wo Reinheit lebt
Ist doch in Wahrheit nur ein Becken
Voll von Schand' und Blut
Was heißt schon ein Leben?
Ist kein Hochmut, keine Heiligkeit
Die Sucht auf Elend
Eines Totenkults
Hier sprießt das Grauen
Eines Krebsgeschwürs des Sklavenstamms
Trink das Blut verfaulter Bestien!
Hast du je bekommen
Was einst du angebetet?
Ein Denkmal der Würmer
Gebaut aus totem Fleisch
Verführst dich selber
Wirst Gottes Hure, falscher Führer
Siehst deinen Tod als die Lebendigkeit
Die Welt in ihrer jetzigen Gestalt
Ist nicht zu ertragen
Darum habe ich den Mond nötig
Oder das Glück oder die Unsterblichkeit
Etwas, das vielleicht unsinnig ist
Aber nicht von dieser Welt
Das ist eine Überlegung
Die sich hören lässt
Ich weiß was du denkst
Dieser Tod ist nur das Zeichen einer Wahrheit
Die mir den Mond unentbehrlich macht
Es ist eine ganz einfache, ganz klare
Ein bisschen törrichte Wahrheit
Aber sie ist mühsam zu entdecken
Und schwer zu ertragen
Und welches ist diese Wahrheit, Caligula?
Die Menschen sterben
Und sie sind nicht glücklich
Verspricht ein Land, wo Honig fließt
Wo Reinheit lebt
Ist doch in Wahrheit nur ein Becken
Voll von Schand und Blut
In jener Tiefe
Besingens das Verderben
Spielen die Ballade auf den Tod
Dein heilsam's Verleben



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